Ludwig Doerflers Lebenswerk

 

 

1974 hat Ludwig Doerfler das ehemalige Amtsgericht in Schillingsfürst, Neue Gasse 1 vom Freistaat Bayern gekauft, ein Ensemble mit Garten, Gartenhaus und einem kleinen Bauteil des ehemaligen Hoftheaters. Er hatte die Qualität des Gebäudes für Ausstellungszwecke erkannt und schuf die Grundlage, das zuletzt mit drei Wohnungen belegte Haus  wieder in ein öffentliches Gebäude umzuwandeln.

In vielen Gesprächen seit 1982 hat Doerfler den Gedanken entwickelt, seinen gesamten künstlerischen Nachlass, sein Barvermögen sowie von ihm gesammelte erhaltungswürdige Gegenstände wie antike Möbel, Teppiche, Textilien und Trachten der Stadt Schillingsfürst zu vererben. Die Stadt sollte mit diesem Erbe eine Stiftung gründen.

 

 

 

 

 

 

Der künstlerische Nachlaß umfaßte insgesamt über 2200 Bilder, von der kleinsten Skizze, die Ludwig Doerfler auf "Südzucker-Papier", auf die Rückseiten von Briefen oder Wahlplakaten zeichnete, bis zum großen Tafelbild. Alle Techniken sind vertreten: Öl auf Leinwand, Papier, Holz oder Karton, Aquarelle, Bleistift-, Tuschezeichnungen, Radierungen, Tempera-Bilder. 

 

 

1993 wurden die Renovierungsarbeiten des heutigen Museums in Auftrag gegeben. Die Visionen des verstorbenen  Ludwig Doerfler galt es umzusetzen.

Neben der Ausstellung der Werke Ludwig Doerflers galt es, zeitgenössischen Künstlern mit wechselnden Sonderausstellungen die Möglichkeit zu geben, sich zu präsentieren. Neben den musealen Aktivitäten sollten  Vorträge und Konzerte stattfinden können.

 

 

1994 begann der eigentliche Umbau des Gebäudes. Dabei wurde sehr darauf geachtet, den ursprünglichen Charakter des Gebäudes und der Räume zu bewahren.

 

Am 26.04.1997 war es soweit. Die Ludwig-Doerfler-Galerie hat ihr Haus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

In den Erdgeschoss-Räumen werden die Werke des Malers , ein Querschnitt aus über 60 Jahren seines Schaffens, präsentiert. Im Obergeschoss, im sogenannten "Sälchen" finden jährlich von Ostern bis Mitte Oktober Wechselausstellungen statt.

 

 

 

 

 

 

Die Galerie sieht sich als ein "etwas anderes" Museum mit individueller Note: Zu den Gemälden Ludwig Doerflers wurden aus der Sammlung des Stifters Teppiche, Mobiliar und Tongeschirr in die Räume integriert. Die Harmonie zwischen der Bilderhängung und dem jeweiligen Raum ist der Leitung des Museums sehr wichtig.