Ehrenzimmer

Waltraud Beck (1928 - 2017)

Nach dem Wesen den Traditionen und nach der Geschichte der Frauen sucht die Malerin Waltraut Beck seit 1986 in ihren Bildern. Sie ging dabei zurück auf die Anfänge der Menschheit, betrachtete archaische Frauenbilder und -figuren und interpretierte sie neu. In der Darstellung hielt sie sich eng an die historischen Funde, denn sie sind von großartiger Schönheit, Einfachheit und Genialität.

Es ist ein Anliegen von Waltraut Beck, die Frau in der Geschichte sichtbar zu machen. So entstanden im Laufe der Jahre einzigartige Serien, Zyklen und Objekte. Im Frühjahr 2004 übergab sie einen großen Teil davon der Ludwig-Doerfler-Galerie als Schenkung. Dort werden sie nun aufbewahrt, bereichern das Galerie-Programm und werden in wechselnder Zusammenstellung in einem speziellen Raum gezeigt.

Gerda Sattler (1938 - 2001)

Frau Gerda Sattler war Schülerin des bekannten Stuttgarter Professors Manfred Plahl, der letzte Meisterschüler von Adol Hölzel. Als international bekannte Malerin und vor allem "Pferdemalerin" wurden ihre Kunstwerke in über 220 Einzelaustellungen auf der ganzen Welt ausgestellt. Gerda Sattler ist sei 1998 mit der Sonderausstellung "Impressionen und das Pferd und die Landschaft" im Ludwig-Doerfler-Museum in Schillingsfürst eng verbunden.

Nach den Wünschen seiner verstorbenen Frau hat Herr Walter Sattler (1929 - 2016) sowohl über 70 Gemälde von Pferden, Landschaften und figürliche Kompositionen als auch Poster und Kunstkarten dem Museum gestiftet. Ganz im Sinne der Künstlerin wurden bereits rund 160 ihrer Pferdebilder, für die sie in erster Linie bekannt war, bereits als Schenkung dem Deutschen Pferdemuseum in Verden an der Aller übergeben.

Horst Haitzinger (1939)

Nach zweimaligen hervorragenden Sonderausstellungen von Horst Haitzinger in Schillingsfürst ist er, ehemaliger Studienkollenge von Ludwig Doerfler, nicht mehr von hier zu trennen. Ein Ehrenzimmer, in dem Haitzingers Zeichnungen, Aquarelle und Karikaturen, - seit Jahrzehnten als Bücher und Bildbände veröffentlicht, - gewürdigt werden und als Originalgrafiken (signierte Reproduktion) von unserem Publikum erworben werden können. In Deutschland arbeitet Herr Haitzinger seit mehr als fünfzig Jahren als Karikaturist und Beochbachter des Geschehens. Sein Wissen, seine Weisheit, seine Intergrität, die ganze politische Gemeinschaft zu beobachten, zeigt einen Künstler, Maler und auch Propheten. Durch seine Karikaturen und seinen Humor, die einen Punkt "stichgenau" getroffen haben, empfinden wir eine Stimmung, die uns zu oft zu denken gibt. Es ist eine kulturelle Botschaft, Haitzingers politischen Karikaturen und sein künstlerisches Schaffen, von Deutschland, Europa, Asien und der ganzen Welt zu bestaunen. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere verabschiedete sich Herr Haitzinger an seinem 80. Geburtstag zuende des Jahres 2019 in den Ruhestand. Auch Kunst kann aktiver Naturschutz sein. Für seine treffenden Darstellungen zahlreicher umweltpolitischer Themen hat der BUND Naturschutz (BN) dem renommierten Karikaturisten Horst Haitzinger am 25. Oktober 2019 die Bayerische Naturschutzmedaille verliehen.

Bernhard Heisig (1925 - 2011)

Der Maler und Grafiker, Professor, Übervater der Leipziger Schule galt als einer der wichtigsten Vertreter der DDR-Kunst. 1977: Teilnahme an der "documenta 6" in Kassel. 1980: erste Einzelaustellungen in der Bundesrepublik Deutschland in Bremen und Frankfurt. 1986 porträtiert Heisig den früheren Bundeskanzler Helmut Schmidt im Kanzleramt.

Die Dauerausstellung zeigt die malerischen Kreidelithographien neben einer Reihe von Porträts, Themen aus einer langen Serie von grauenvollen Kriegsthemen, die Serie "Der faschistische Alptraumg" und Illustrationen zu Faust, Theodor Fontane. Einige gemeinsame Ölgemälde von Bernhard Heisig und seiner Ehefrau, der renommierten Künstlerin Gudrun Brüne-Heisig sind ebenfalls zu bestaunen.